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Von Aftercare bis White InkGlossar
Was das Studio sagt und was es bedeutet. 36 Begriffe, durchsuchbar oder über die Buchstaben.
- Aftercare
- Englisch für Nachsorge: alles, was in den ersten Wochen nach dem Stechen die Heilung schützt, vom Waschen bis zum Sonnenschutz.
- Anzahlung
- Betrag, den Studios bei der Terminvergabe verlangen, meist 50 bis 100 Euro. Er wird mit dem Endpreis verrechnet und verfällt bei kurzfristiger Absage.
- Autoklav
- Dampfsterilisator, der Griffe und Werkzeuge bei 121 bis 134 Grad keimfrei macht. Studios mit Einwegmaterial brauchen ihn nur noch für wenige Teile.
- Blackout
- Vollflächig schwarz gestochene Körperpartie, oft als radikale Abdeckung alter Motive.
- Blowout
- Tinte, die zu tief gestochen wurde und sich unter der Haut verteilt. Sichtbar als blauer Schleier neben der Linie.
- Cartridge
- Nadelmodul zum Aufstecken, steril einzeln verpackt und nach der Sitzung Abfall. Standard in fast allen Studios.
- Cover-up
- Neues Motiv, das ein altes Tattoo überdeckt. Es muss größer und dunkler sein als das, was darunter liegt.
- Dotwork
- Schattierung aus einzelnen Punkten statt aus Flächen. Je dichter die Punkte, desto dunkler wirkt die Stelle.
- Ellenbeuge
- Innenseite des Ellbogens, eine der schmerzhaftesten Stellen wegen dünner Haut und naher Nerven.
- Fine Line
- Stil mit sehr feinen Linien, meist mit einer einzelnen Nadel gestochen. Elegant, aber empfindlicher gegen Alterung.
- Flash
- Vorgezeichnete Motive, die ein Studio fertig anbietet. Klassisch auf Bögen an der Wand, heute oft auf Instagram.
- Freehand
- Das Motiv wird direkt mit Stift auf die Haut gezeichnet, ohne Schablone. Für organische Formen an Gelenken beliebt.
- Heilhaut
- Milchig-matte Phase etwa ab Tag 8, wenn die neue Hautschicht das Tattoo noch trüb erscheinen lässt. Verschwindet von selbst.
- Irezumi
- Traditionelle japanische Tätowierung mit Koi, Drachen, Wellen und Blüten in großen Kompositionen.
- Lidocain
- Betäubungswirkstoff in Cremes. Wirkt nur oberflächlich und verändert die Haut beim Stechen, viele Studios lehnen ihn ab.
- Liner
- Nadelkonfiguration für Konturen, mehrere Nadeln eng gebündelt. Das Gegenstück ist der Shader für Flächen.
- Mindestpreis
- Untergrenze eines Studios für jede Sitzung, meist 80 bis 150 Euro, auch bei einem winzigen Motiv.
- Nachstechen
- Zweiter Termin nach 6 bis 8 Wochen, bei dem Lücken in Linien und blasse Stellen aufgefüllt werden. Oft im Preis enthalten.
- Neo Traditional
- Weiterentwicklung des Old School mit feineren Linien, mehr Farbtiefe und Jugendstil-Anleihen.
- NiSV
- Verordnung, nach der Laser-Tattooentfernung seit 1. Januar 2021 in Deutschland nur Ärztinnen und Ärzten erlaubt ist.
- Old School
- Amerikanischer Klassiker mit dicken Konturen, wenigen Farben und Motiven wie Schwalbe, Anker und Rose.
- Patchwork
- Ärmel aus vielen einzelnen, nicht verbundenen Motiven statt einer durchgehenden Komposition.
- Pigment
- Farbkörper in der Tinte. Seit 2022 regelt die EU, welche Pigmente erlaubt sind; Blau 15:3 und Grün 7 sind seit 2023 verboten.
- REACH
- EU-Chemikalienverordnung, deren Anhang XVII seit 4. Januar 2022 tausende Stoffe in Tätowiermitteln begrenzt oder verbietet.
- Realismus
- Fotorealistische Darstellung von Porträts, Tieren und Landschaften, meist in Schwarzgrau.
- Schablone
- Ausdruck des Motivs auf Transferpapier, der mit Stencil-Lösung auf die Haut übertragen wird. Die Linien sind violett.
- Second Skin
- Atmungsaktive Schutzfolie, die 3 bis 5 Tage auf dem frischen Tattoo bleibt und Waschen in dieser Zeit ersetzt.
- Shader
- Nadelkonfiguration für Flächen und Schattierungen, breiter als der Liner.
- Sleeve
- Ärmel: durchgehend tätowierter Arm. Halber Ärmel bis zum Ellbogen, voller Ärmel bis zum Handgelenk.
- Stencil
- Englisch für Schablone, der violette Abdruck des Motivs auf der Haut.
- Stichtiefe
- Etwa 1 bis 2 Millimeter in die Lederhaut. Zu flach verblasst, zu tief entsteht ein Blowout.
- Touch-up
- Englisch für Nachstechen, das Auffrischen nach der Heilung oder nach Jahren.
- Tribal
- Stil aus polynesischen und maorischen Traditionen mit schwarzen, fließenden Formen. In den 1990ern in Europa weit verbreitet.
- Walk-in
- Termin ohne Voranmeldung, meist für kleine Motive und Flash.
- Whipshading
- Schattierung durch peitschende Nadelbewegung, die weiche Verläufe erzeugt.
- White Ink
- Weiße Tinte für Glanzpunkte. Sie gilbt mit der Zeit und ist am schwersten zu entfernen.
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