Alle wissen: Um ein Tattoo auf der Haut zu tragen muss man zum Tätowierer gehen. Der Arbeitet mit einer solchen Tätowiermaschine, die mit einer oder mehreren kleinen eingefärbten Nadeln in die Haut einsticht und es kann unter Umständen ganz schön wehtun. Aber wie funktioniert so eine Tätowiermaschine eigentlich? Was findet da genau statt? In diesem Blog wird jeder einzelne Schritt so einfach wie möglich erklärt, so dass jeder Anfänger oder einfach nur Tattoointeressierte es versteht und weiß, was da vor sich geht.
Freunde der modernen und ewigen Körperkunst! Zum 10. Mal findet die Wuppertaler Tattoo Convention in der Wuppertaler Börse in Wuppertal - Elberfeld statt! Auf umgerechnet 1.200 m² haben Tattoo - und Piercingfans die Möglichkeit, über 35 Tattoo- und Piercingstudios, 11 Tattoo- und Piercinghändler sowie Tattoo Wettbewerbe, heisse Stripshows und eine Liveband zu bewundern oder sich vor Ort von einem der Tätowierer oder Piercer tätowieren oder Piercen zu lassen.
Asiatisch/Japanisch/Oriental
Koj Karpfen, Lotosblüten, Geishas, Chrysanthemen, Drachen, Drachentöter, Samurais...
Die Symbolik der asiatischen Traditionen und Gebräuche werden weltweit immer gängiger unter den Tattoo Fans. Die Tattoo Motive sind in den meisten Fällen sehr großflächig. Es gibt immer mehr Tattoo Fans, die sich den ganzen Rücken mit einem asiatischen Tattoo stechen lassen. Hierbei kommen wirklich beeindruckende Muster und Farbenspiele zusammen.
Der Gang zum Tätowierer ist getan, die Sitzung beendet und der Spiegel wird sofort zum besten Freund. Da leuchtet es, das neue Tattoo. In seiner ganzen Pracht entfaltet es seine bittersüße Schönheit. Aber was ist das? Warum ist alles am Tattoo so rot? Richtig, es ist Blut, was dort aus dem neuen Tattoo-Motiv kommt.
Was kostet ein Tattoo? Diese Frage wird gerne, natürlich berechtigt, von Neulingen gestellt. Jedoch kann man diese nicht konkret beantworten. Ganz einfach deswegen, weil der Preis immer abhängig von Größe und Aufwendigkeit des Tattoos ist und von daher immer varriert. Die Frage „Was kostet ein Tattoo?“ ist daher eine zu allgemeine Frage und von einem Studio kaum zu beantworten.
Nun, schmerzfrei ist es nicht, wenn der Tätowierer mit seiner Nadel Farbe unter die Haut sticht. Nach den meisten Erfahrungsberichten fühlt es sich so an, als würde eine winzige Nadel unter der gewählten Körperstelle entlang gezogen werden wie es ein Arzt bei einer OP mit seinem Skalpell macht. Jedoch kommt es hierbei darauf an, wie schmerzfrei bzw. wie schmerzempfindlich man ist und auch darauf, an welcher Stelle das Tattoo gestochen wird.
Tätowierungen als Solches hat es eigentlich schon immer gegeben. Man konnte Tätowierungen schon bei 7000 Jahre alten chilenischen Mumien an Händen und Füßen finden. Selbst in der Steinzeit stachen sich die Männer zur Kriegsbemalung und die Frauen zum Zweck des Körperschmucks Farbe unter die Haut. Sogar der allseits bekannte Ötzi hatte über 50 Tätowierungen und einige kleine kunstvolle Einschnitte in seiner Haut.
Airbrush Tattoo
Ein Bild wird mit einer Spritzpistole auf die gewünschte Stelle der Haut gesprüht. Die Spritzpistole erzeugt bei Betätigung einen feinporigen Farbnebel, der auf der Haut liegenbleibt. Diese Tattootechnik ist sehr beliebt bei Kindern, weil die Tattoos nicht permanent (wie beim echten Tattoo), sondern für ein paar Stunden oder Tage auf der Haut bleiben. Sie finden aber auch im Modellbau, im Nageldesign, beim Makeup, in der Werbung, aber hauptsächlich Verwendung beim Bodypainting, da die Farben besonders fein und makellos eingesetzt werden können und allesamt auf Hautverträglichkeit geprüft wurden. Mittels dieser Tattoo - Technik ist es möglich, die beeindruckensten Muster und Formen auf den menschlichen Körper zu bringen. Es gibt vielerlei Optionen, ein Airbrush-Tattoo aufzutragen:
Man kann eine Schablone zurecht schneiden, sie auf die Haut legen und mit der Spritzpistole bearbeiten. Man kann jedoch auch auf die Freihandmethode zurückgreifen, was jedoch nur von erfahrenen Profis praktiziert wird. Letztendlich kann man sich noch für die Transferfolie entscheiden, was die einfachste Methode ist, ein Airbrush-Tattoo auf die Haut zu bringen.
Henna Tattoo
Es ist eine kunstvolle Art der Körperbemalung und stammt aus Indien. Diese Tattoo - Technik ist schon seit hunderten von Jahren bekannt und wird in der Kosmetik, aber auch zu rituellen Zwecken verwendet. Henna ist eine Pflanze und gehört zu den Weiderichgewächsen. Hieraus wird ein Pulver gewonnen, aus dem dann die verschiedenen Henna - Farbtöne gemacht werden. Die Sängerin Madonna machte durch ein Musikvideo die Nutzung von Henna auf der Oberhaut zum weltweiten Kult. Seitdem gibt es nun Millionen von Menschen, die regelmäßig Henna an Händen oder Füßen, teilweise auch im Gesicht tragen.
Tattoostifte
Eine beliebte Technik, ein Tattoo auf die Haut aufzutragen, ohne, dass es für immer bleibt. Der Vorteil hierbei ist der, dass sich ein Tattoo mit einem Tattoostift optisch kaum von einem Permanent Tattoo unterscheidet. Eine Schablone muss nicht verwendet werden, da der Stift gut in der Hand liegt und man sofort beginnen kann. Bei weniger Erfahrung mit dieser Tattoo - Technik kann man sich eine selbstklebende Schablone zur Hilfe nehmen und dann praktisch nur ausmalen.
Klebefolientattoo
Diese Tattoo - Technik ist gerade bei Kindern die beliebteste, da sie die einfachste und ungefährlichste ist. Das vorgefertigte Tattoo befindet sich in einer Schutzfolie, die mit einem speziellen Hautkleber benetzt ist. Um sich das Tattoomotiv auf die Haut zu übertragen, feuchtet man die Tattoofolie mit warmem Wasser an und legt sie an die gewünschte Körperstelle. Man wartet ein paar Minuten und dann kann man die Folie ganz einfach von der Haut schieben. Et voilá: Das Tattoo erstrahlt auf der Haut und ist garantiert ein Hingucker. Das Tattoo ist ganz einfach mit Wasser abwaschbar, kann aber für 2 bis 3 Tage halten, ehe es langsam verblasst bzw. von der Haut abblättert.
Permanenttattoo
Dies sind die bekanntesten und weltweit beliebtesten Tattoo-Techniken, da die Tattoos für immer bestehen bleiben. Daher sollte man sich genau überlegen, an welcher Stelle man es haben möchte, anstatt einfach wild drauf los zu Tättowieren. Üblich werden Sie mit Ihrem Tättowierer darüber nochmal ein Gespräch führen, bevor es los geht.
Zuerst wird die gewünschte Stelle steril gereinigt, desinfinziert und ggf. rasiert. Dann wird in den meisten Fällen eine Tattoovorlage auf die Haut geklebt oder gemalt, um dem Tättowierer die Eingravierung des Tattoomotivs zu erleichtern. Es ist wichtig, dass der Künstler ein genaues Bild des Tattoos hat, damit er auch im Falle einer möglichen Unkonzentriertheit keinen irreparablen Fehler verursacht. Ganz selten kommt es vor, dass jemand auf diese Tattoovorlage verzichtet. Nun wird die Tättowiermaschine (eine mechanisch betriebene Nadel) mit der gewünschten Farbe befüllt und anschliessend wird diese an der vorgesehenen Stelle ein paar Millimeter unter die Haut gestochen, also mittig in die sogenannte Dermis/Lederhaut. Diese Tattoo-Technik kann an verschiedenen Körperstellen Schmerzen verursachen, jedoch ist das bei jedem unterschiedlich. Durch diese Vorgehensweise bleibt das Tattoomotiv ein ganzes Leben lang erhalten, da der Körper die Farbe an dieser Stelle nicht abbauen kann. Zuerst beginnt der Tättowierer damit, die Umrisse des Motivs mittels schwarzer Farbe einzustechen. Ausgemalt und schattiert wird erst, nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist. Wenn es sich um ein großes und aufwendiges Tattoo handelt bei dem auch mehrere Farben verwendet werden, dauert der Tättowiervorgang mehrere Tage, bzw. mehrere „Sitzungen“. Wenn das Tattoo dann letztendlich fertig ist, wird die tättowierte Stelle wiederum steril gereinigt und desinfiziert. Jetzt kommt noch eine spezielle Heilsalbe hinzu, die auf die Stelle aufgetragen wird. Zuletzt wird das Tattoo verbunden und man hat in den nächsten Tagen bestimmte hygienische Regeln einzuhalten, um mögliche Entzündungen zu vermeiden.
Eine weitere Tattoo-Technik in dieser Sparte sind die sogenantnen Permanent Make-Ups. Das heisst, der Kunde wird „für immer geschminkt“. Die gewünschte Stelle im Gesicht wird lokal betäubt, damit man besser daran arbeiten kann. Dann wird an der Stelle mit einem Pinsel vorgezeichnet und nach Zustimmung des Kunden mit der bekannten Tattoo-Technik eintätowiert.
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